Wehrpflicht-Pläne der SPD immerhin ein Schritt in die richtige Richtung

Die Jungen Liberalen in Harburg-Land freuen sich darüber, das sich auch in der SPD endlich eine Abneigung gegen die Wehrpflicht zu entwickeln scheint.

„Offenbar hat die seit Gründung der Bundeswehr bestehende „Wehrungerechtigkeit“, die schon damals Menschen mit dem „falschen“ Geschlecht benachteiligte inzwischen ein Ausmaß erreicht, das auch die großen Parteien nicht mehr ignorieren können“, stellte Jan Filter, Vorsitzender der Harburger JuLis zufrieden fest. Laut einem Spiegel-Artikel stellt die Bundeswehr von 400.000 Männern pro Jahrgang lediglich 70.000 in ihre Dienste. Die Schieflage sei damit so groß, dass man hier nur noch von reiner Willkür sprechen könne, so Jan Filter weiter. „Den Einen erwischt’s, vier bis fünf Andere nicht, DIE Andere hats noch nie erwischt – dass das gerecht sein soll, kann man den jungen Leuten heute einfach nicht mehr vermitteln, ohne sich lächerlich zu machen.“

Pläne der SPD, freiwillig Wehrdienstleistende mit einfacherem Zugang zu Bildungseinrichtungen zu ködern lehnen die Jungpolitiker hingegen strikt ab. „Wenn man die Wehrpflicht in Frage stellt, sollte man das konsequent tun – dann sollte die Bundeswehr auch die Chance haben sich konsequent zu einer Berufsarmee zu entwickeln indem sie für Ihren eigenen Bedarf ausbildet. Wenn man jetzt versucht den Dienst an der Waffe mit besseren Bildungschancen für zivile Bereiche zu verknüpfen, leistet man der Bundeswehr einen Bärendienst und ersetzt die Wehrungerechtigkeit durch eine noch größere Bildungsungerechtigkeit.“ sagte Nino Ruschmeyer, jung-liberaler Landtagskandidat für die FDP. Claudio Lanza, ebenfalls Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen Harburg-Land, lobt die Abkehr der SPD von der Wehrpflicht: „Es mag ein erster, ein für uns zu kleiner Schritt sein, aber immerhin geht er in die richtige Richtung.

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