Unbequeme Wahrheit?

Auszug aus einem lesenswerten Interview mit einem Klimawissenschaftler in der schweizer Weltwoche, mit einigen besonders bemerkenswerten Stellen, die ich hier mal hervorgehoben habe:

Viele Interessengruppen haben den Klimawandel entdeckt. Jeder wird davon profitieren ausser die gewöhnlichen Konsumenten. Letztere müssen mit Propaganda zugeballert werden. Der Wissenschaftler profitiert, die Mittel haben sich mehr als verzehnfacht seit den frühen neunziger Jahren. Dann gibt es die Umweltbewegung, eine Multi-Milliarden-Operation, Tausende von Organisationen. Und die Schwierigkeit ist: Mit gewöhnlicher Luft- und Wasserverschmutzung kommen wir zurecht, das können wir beheben. Man braucht Probleme, die man nicht beheben kann. Der Klimawandel ist also attraktiv. Und die Industrie, von der man annimmt, sie sei gegen CO2-Massnahmen, sie profitiert auch. Sie ist vielleicht dagegen, weil es schon wieder etwas ist, das ihr Sorgen bereitet, auf das sie sich einstellen muss. Aber sie kann Geld damit machen, das weiss sie. Die grossen Firmen lieben den Klimawandel. Letztes Jahr habe ich mit jemandem des grossen Kohleproduzenten Arch Coal gesprochen. Er sagte, er sei für CO2-Massnahmen. Ich fragte ihn: Ist das Ihr Ernst, eine Kohlefirma, die CO2-Restriktionen will? Er sagte: Sicher, wir werden damit zurechtkommen, aber unsere kleineren Mitbewerber nicht.

Man soll bekanntlich nicht alles glauben was man liest. Aber ab und zu lohnt es sich, auch mal kontroversen Meinungen zuzuhören. Richard Lindzen, von dem das obige Zitat stammt, spricht zum Beispiel auch von möglichen finanziellen Motiven für Al Gores Kreuzzug gegen Klimawandel und alle die ihn bezweifeln (wer Zweifel in seiner Gegenwart äußert wird zum Beispiel schonmal des Saales verwiesen, statt dass argumentativ darauf eingegangen wird).

Nun ist Wikipedia sicher kein hochseriöses Medium. Wenn aber sogar in einem insgesamt eher Gore-freundlichen Artikel steht, dass er Vorsitzender einer Investmentfirma ist, „die sich u.a. auf den Kauf von Firmenanteilen im Nachhaltigkeitssektor spezialisiert hat,“ dann sollte das zumindest mal zum Nachdenken anregen.

Wenn Al Gore als Lobbyist von Firmen, die mit dem aktuellen Klimawahn Geld verdienen durch die Weltgeschichte zieht und seinen Film zeigt, dann sollte doch jeder halbwegs kritische Mensch zumindest in Erwägung ziehen, dass der gute Mann nicht unbedingt nur das Wohl der Menschheit im Sinn haben könnte.

Cross-Beitrag vom Filterblog – gibt nicht zwangsläufig Aufschluss über Meinung, Position oder Beschlusslage der Jungen Liberalen Harburg-Land wieder, ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht weit davon entfernt.