Pressemitteilung: JuLis fordern Vernunft ein beim Umgang mit Ölschäden

„Es kommt immer wieder vor, dass für winzige Mengen ausgelaufenen Öls, zum Teil weniger als ein Liter, ein unverhältnismäßiger Aufwand zur Beseitigung betrieben wird.“ stellt Jan Filter auf der Kreismitgliederversammlung der Jungen Liberalen Harburg-Land fest.

Zweifellos bestünde auch bei so kleinen Mengen vor allem auf Straßen eine dringend zu beseitigende Verkehrsgefährdung. Filter, selbst Feuerwehrmann, weiß aber, wie die Praxis teilweise aussieht: „Da fahren dann wegen einer kleinen Pfütze mitunter 50 ihre Freizeit opfernde Feuerwehrleute zunächst mit ihren PKWs zum Gerätehaus, rücken dann unter Verbrauch von mehreren Litern Diesel und entsprechenden Abgasemissionen aus.“ Mit vernünftigem und umweltbewusstem Handeln hat das nach Filters Meinung nichts zu tun, zumal selbst bei äußerster Sorgfalt nie das gesamte Öl entfernt werden könne.

Abhilfe könnte da folgende, jetzt von den JuLis angeregte Neuregelung schaffen: Jede Ortswehr soll einen Umweltbeauftragten bestimmen können, der im Falle von Umweltschäden zunächst allein benachrichtigt wird und ausrückt, um das Ausmaß des Schadens zu prüfen, wenn möglich alleine zu beseitigen oder – wenn ein solches Vorgehen sinnvoll erscheint – weitere Kameraden oder die ganze Wehr zu alarmieren. Dem Umweltbeauftragten wäre hierbei von behördlicher Seite Entscheidungsermessen einzuräumen – ggf. müsste der Kreis entsprechende Lehrgänge anbieten. Es wäre weiterhin über eine Einsatzbezogene entsprechende Aufwandsentschädigung nachzudenken, die im Falle eines bekannten Verursachers diesem aufzubürden wäre.

In der Praxis wird heute schon zum Teil ähnlich gehandelt, was sich bewährt habe und darum auch offiziell als Richtlinie dienen könnte, erklärte Filter.

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