Liberaler Jugendtag in Uelzen

Genau so einen haben die niedersächsischen JuLis am vorvergangenen Wochenende in Uelzen abgehalten.

Und was ist das, so ein „Liberaler Jugendtag“? Im Grunde genommen handelt es sich dabei um einen programmatisch eingegrenzten Kongress. So hießen die Themen in Uelzen eben Sozialpolitik, Verbraucherschutz und Europapolitik.

Die beiden ersten Themen wurden Samstag nachmittag behandelt und in je einer Arbeitsgruppe diskutiert. Beide Vertreter des Kreisverbandes Harburg-Land haben sich dabei für die Verbraucherschutz-Gruppe entschieden. Isabel Maria Lichtnau hat die als Leiterin des entsprechenden Landesarbeitskreises sogar geleitet.

Worum ging es in dieser Arbeitsgruppe? Es ging grob gesagt darum, wie denn ein liberaler Verbraucherschutz überhaupt aussehen kann und sollte – und natürlich auch darum, wie er gerade nicht aussehen sollte.

Ein Ergebnis war zum Beispiel, dass alle in der Runde der Meinung waren, dass noch mehr Warnhinweise allenfalls die zweitbeste Methode der Verbraucherinformation wären und positive Hinweise wie „für Allergiker gegen dieses und jenes geeignet“ letztlich den selben Zweck erfüllen können, ohne einen bei manchen Produkten bereits jetzt erkennbaren Overkill an Pro-Forma-Warnungen zu provozieren, der dem Verbraucher ja auch nicht weiterhilft.

Für mich selber war es interessant und lehrreich, sich überhaupt mal ausführlicher mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

In der Arbeitsgruppe zur Sozialpolitik wurde sich vor allem mit einigen Grundsatzfragen befasst. Es ging unter anderem darum, so wichtigen Begriffen wie Solidarität und Gerechtigkeit eine liberale Seele zu geben. Ein konkreter Punkt war dabei auch das Thema Ehrenamt, inklusive der berühmt-berüchtigten Ehrenamtscard.

Alles beides sind Themen, die nach unserer Einschätzung sowohl bei JuLis als auch in der FDP noch einiges an Debatte vertragen können. Auf beiden Feldern sehen wir schließlich bei der politischen Konkurrenz teilweise ganz fürchterlich unliberale Methoden. Die Zeit ist reif, da mal mit unseren Standpunkten dagegenzuhalten.

Nach der obligarotischen JuLi-Party in der Nacht ging es dann am Sonntagmorgen gleich wieder weiter, und zwar mit dem Thema Europa. Konstantin Kuhle, den wir Samstag bereits zu unserem niedersächsischen JuLi-Kandidaten für die Europawahl nominiert hatten, diskutierte das Thema EU und europäische Integration und wir unterhielten uns auch über die weiteren Folgen und Möglichkeiten nach der gescheiterten Verfassung und dem ebenso gescheiterten Vertrag von Lissabon.