JuLis: IHK-Mitgliedschaft darf nicht länger obligatorisch sein!

Der IHK Lüneburg-Wolfsburg fehlen 12,6 Millionen Euro, weil sie nicht genügend Rücklagen für Pensionsansprüche gebildet hat. Pensionsansprüche, die die Kammer selbst durch beamtenähnliche Maßstäbe bei der Bezahlung ihrer Mitarbeiter verursacht hatte.

„Wer als junger Unternehmer in unserem Landkreis ein Unternehmen, und sei es auch noch so klein, gründen will, der ist womöglich gezwungen ausgerechnet dieser Kammer beizutreten, von der jeder weiß, wie sie mit dem Geld ihrer Beitragszahler umgeht. Das ist nicht nur unmoralisch, es kostet neben der Zeit und den Nerven der Betroffenen auch wirtschaftliche Prosperität und womöglich Arbeitsplätze,“ sagt dazu Jan Filter, Vorsitzender der Jungen Liberalen im Landkreis Harburg.

„Mal abgesehen davon, dass der Zwang für Selbständige und sogar kleinste Unternehmen, einer bestimmten Kammer beizutreten, die dadurch ein zum Missbrauch einladendes Monopol besitzt, aus unserer Sicht nichts als ein Überbleibsel aus Zeiten der Diktatur ist und ohnehin dringend abgeschafft gehört, kann man keinem freien Unternehmer zumuten, gegen seinen ausdrücklichen Willen in einer Kammer zu verbleiben, die so schlecht mit dem Geld ihrer Mitglieder umgeht, wie die IHK Lüneburg/Wolfsburg,“ findet auch Isabel Maria Lichtnau, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes.