Jetzt versteh ich…

…diese herzerweichende Fürsorgepflicht des Staates gegenüber seinem Volk, um dass er sich sonst vor allem dahingehend schert, wie er es möglichst noch ein bisschen stärker finanziell auspressen kann.

Vor einigen Tagen dachte ich noch, das das nächste große Gesundheitsevangelium, dass im Gefolge von Nikotin- und Alkoholdebatte unter dem Titel „Fit statt Fett“ die Ministerien verließ um das Land via Bild, Bams und Glotze zu erobern, vor allem als eine Art Verzweifelungstat zu verstehen sei, wie den Gesundheitskassen Kosten erspart werden könnten.

Aber jetzt steht diese Kampagne doch in einem ganz anderen Licht: Der Bundeswehr gehen die Rekruten aus – oh Schreck! Spiegel Online schreibt nämlich, dass viele jungen Männer zu fett geworden sind, um unser Land zu verteidigen. Naja, und „da schließt sich der Kreis,“ wie ein großer Hamburger Philosoph sagen würde.

Man könnte nun diesen Umstand zur endgültigen Beseitigung der Wehrpflicht nutzen, was eigentlich schon lange überfällig wäre.

Man könte auch den Wehrdienst zumindest insofern gerechter zu machen, dass jeder hin muss, statt sich auf nicht zu alte, nicht zu dicke Menschen ausschließlich männlichen Geschlechts zu konzentrieren.

Die erste Variante wäre einer solchen wirklich allgemeinen Wehrpflicht zweifellos vorzuziehen.

Aber scheinbar hat man sich dann doch für die dritte Vatiante entschieden: Nämlich sein Volk besser zu erziehen. Es Fit für die Front zu machen, sozusagen.

Ich glaube weder an einen Erfolg dieser Kampagne, noch halte ich insgesamt etwas von erzieherischen Maßnahmen seitens des Staates oder der Wehrpflicht in einem von Freunden umgebenen Land.

Aber diese Regierung ist ja nunmal auch nicht meine. Gut finden müssen CDU- und SPD-Wähler diese Art von Weltanschauung. Und wenn sie sie nicht gut finden, dann sollten sie sich zumindest drüber ärgern und sich gefälligst bei der nächsten Wahl vorher überlegen, was für Leuten sie das Regieren überlassen.

Staatliche Bevormundung in den unterschiedlichsten Bereichen des eigenen Lebens – dass ist nunmal typisch für die beiden großen sozialistischen Parteien in Deutschland, so wie übrigens meist auch im Rest der Welt.

Manchmal sollte man in solchen Fällen vielleicht doch heißgeliebte Vorurteile über Bord werfen und sich zumindest mal ansehen, ob liberale Rezepte nicht doch die schlüssigeren sind.

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Cross-Beitrag vom Filterblog – gibt nicht zwangsläufig Aufschluss über Meinung, Position oder Beschlusslage der Jungen Liberalen Harburg-Land wieder, ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht weit davon entfernt.