Ein Klo als Anstandswauwau

„Fünf Minuten wird geschissen, wer länger scheisst wird rausgeschmissen!“

Das ist einer dieser uralten, irgendwie sinnlosen Sprüche. In Fort Lauderdale in Florida allerdings, hat der Bürgermeister das nun zum offiziellen Motto der öffentlichen Toiletten gemacht: Befindet sich jemand zu lange in einer der Kabinen, dann gehen einfach mal die Türen auf, berichtet jedenfalls das geschätzte Paxx-Blog (Paxx=Peace, Anarchy, Sex, Drux).

Nein, das ist natürlich nur ein Joke. Also dass sich das gegen Menschen mit Hang zu Dauersitzungen richtet. Der wahre Grund für diesen Unfug ist, dass der gute Bürgermeister wohl Schwule hasst. Die sollen durch diese 250.000-Dollar-Aktion nämlich abgeschreckt werden.

Ich bin jedenfalls froh, nicht in Fort Lauderdale zu wohnen. Nicht weil ich schwul wäre und auch nicht weil ich mich unnötig lange auf öffentlichen Toiletten aufhalte, weil ich von dieser Fünf-Minuten-Regel nichts halte. Nein, ich wäre nur ziemlich sauer, wenn mein Bürgermeister ne Viertelmillion für so einen Blödsinn einsetzen würde. Besonders, wenn meine Heimatstadt durch so eine Aktion auch noch weltweit als Hauptstadt der Intoleranz und Homophobie bekannt gemacht würde.

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Cross-Beitrag vom Filterblog – gibt nicht zwangsläufig Aufschluss über Meinung, Position oder Beschlusslage der Jungen Liberalen Harburg-Land wieder, ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht weit davon entfernt.